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Aus der Sicht einer Dominikanerin!

Wie fange ich an? Niemals hätte ich gedacht, einen Bericht zu schreiben über Dinge, wie wir hier in der Karibik leben und denken. Dabei beziehe ich mich nun nur auf das Verhalten und Denken von uns Frauen. Dazu muss man naürlich auch etwas das Leben in Ländern wie Deutschland, Italien oder der Schweiz kennen. Denn da, wo man nur Wasser sieht, weiss man nichts von einem Land auf einem anderen Kontinent. Deutschland kannte ich vor Jahren nur aus Fernsehfilmen wie der Komissar Rex oder irgendwelchen Filmen oder Berichten über Schlösser, Burgen oder gar Fabriken und Hochhäusern in Städten wie Frankfurt, Köln. Wie komme ich dazu, dass ich nun etwas mitreden darf? Ganz einfach. 

Ich bin nun 30 Jahre alt. Mein Name ist Jessica. Ich wuchs in einem kleinen Viertel im Hinterland unseres Landes auf. Ich machte die normale Schule bis zur 12. Klasse, wurde dann Näherin in einer Fabrik, machte mit 22 Jahren dann eine Jahreskurs und liess mich in einer Ganztagsschule zur Friseurin ausbilden. Und fast genau zu meinem 25. Geburtstag kam Klaus in mein Leben, aber dazu mehr später.

Meine Eltern leben seit 15 Jahren getrennt und ich komme aus einem Haus, wo nie viel Geld war. Ich habe 3 kleine Geschwister, die nun 15, 18 und 25 Jahre alt sind. Unser Vater verliess Mutter und Kinder damals wegen einer anderen Frau. Was wir damals immer mitbekamen war, dass Mami sehr oft weinte, mein Vater nach der Arbeit fast nie nach Hause kommen wollte, sich immer mit Freunden rumtrieb, und wenn er mal frei hatte und an den Strand fuhr: uns Kindern zeigte er das Meer nie, er hatte schon immer ein Auge für andere Frauen und wir sahen Strände erst, als ich schon volljährig war.

Unsere Familienverhältnisse sind typisch für unser Land. Die Männerwelt ist verrückt. Das will nicht heissen, dass es auch seine Vorteile hat. Die Männer sind unkompliziert, lieben das leichte Leben, arbeiten nur hart, wenn es wirklich sein muss, aber sind immer gut aufgelegt. Die meisten haben keine Festanstellung und wollen eigentlich auch gar keine. Das würde sie nur in ihrer Freiheit einengen. Sie geben sich also mit relativ wenig zufrieden. Das hat natürlich Auswirkungen auf Familien, Mütter, Kinder. Gute Schulen können nicht bezahlt werden, das Haus ist meist recht einfach, dem dominikanischen Mann ist das Innenleben eines Hauses egal. Die Matratze kann alt sein und zerfuselt, im Wohnzimmer steht ein Plastiktisch, einfache Holzstühlchen, … wozu auch mehr? Das Leben für den dominikanischen Mann spielt sich draussen ab. Das Haus ist zum Essen und zum Schlafen. Gemütlichkeit und Siestas kann man auf der nackten Betonterrasse machen, warum teure Gartenmöbel?

Was wünschen nun wir dominkanischen Frauen wie auch alle anderen Latinas aus Venezuela, Kuba, Brasilien? Sind wir kompliziert? Sind wir zu fordernd? Nein, aber wenn wir mitbekommen, dass es auch Männer gibt, die ihr Haus, ihre Familie, ihre Frau lieben, die alles für sie tun, die ab und zu in den Urlaub fahren können, die ihren Kindern etwas zeigen wollen, die sich dafür sorgen, dass sie gut erzogen werden, die nur eine Frau haben wollen und dann auch das Privatleben und die Freizeit immer mit ihr teilen, dann wird man nachdenklich.

Wir Dominkanerinnen wollen etwas schaffen, wir wollen sparen, wir haben unseren Nachwuchs im Kopf, wir denken an die Zukunft. Wieso funktionieren viele Fabriken hier? Sie sind voll von Frauen wie ich damals. Wir arbeiten dort pünktlich, diszipliniert, wollen etwas lernen, lassen uns unterordnen, wir passen uns an, wir wollen etwas erreichen, wir machen etwas aus den gegebenen Umständen. Viele Frauen, die mit mir damals in einer Nähfabrik fuer wenig Lohn ihren Unterhalt mit ihren Kindern sicherten, gingen sogar noch abends auf die Universität, um dann später mal als Lehrerin oder Verwaltungsangestellte, Bürokraft oder Rechtsanwältin arbeiten zu können.

Wieso sind die Unis hier von Frauen voll?

Wieso sieht man so wenig Männer an Organisationen, die eine Berufsausbildung bieten?

Mir ist das mittlerweile egal. Dominikaner sollen leben, wie sie es für richtig halten. Damit meine ich die Männerwelt. Ich betrachte das nun aus einer Distanz, die nicht mehr weh tut. Als kleines Mädchen war ich oft verzweifelt und sehr traurig, als ich sah, wie meine Mutter leidete. Sie hatte damals keine Chance mehr. Wir mussten zusammenhalten. Sie arbeitete, um uns durchzubekommen als Verkäuferin in einer Boutique von 8 – 18 Uhr. Mittags konnte sie nur schnell etwas kochen, dann ging sie gleich wieder in den Laden. Es war für sie ein hartes Leben, aber doch schaffte sie es, uns immer Freude zu stiften und brachte manchmal kleine Geschenke aus der Stadt.

Wir Frauen – das war in meiner Familie meine Mutter und ich – hielten zusammen. Anders wäre es nicht gegangen. Von unserem leiblichen Vater bekamen wir alle Monate gerade mal wieder ein Paket Windeln oder Milch vorbeigebracht. Er brachte niemals Geld für den Unterhalt von uns. 

Wieso damals kein Rechtsanwalt beauftragt, hier Ordnung zu schaffen? Eine monatliche Pension, Alimente festzusetzen? In Deutschland ist das alles so selbstverständlich und einfach. Nur leider nicht bei uns in einem armen Land!

Man hätte es nie durchsetzen können, denn zum Pfänden war nie etwas da, er hatte niemals ein festes Gehalt und zweitens hätten wir uns keine gerichtliche Auseinandersetzung leisten können.

So, genau so, ist auch heute noch das Leben vieler junger Mütter. Ist es da ein Wunder, wenn viele junge Frauen sich erst gar nicht mehr mit den Männern hier einlassen, sondern einfach nach einem familienorientireten, netten Mann aus einem zivlisierten Land Ausschau halten?

Es ist nun alles 5 Jahre her. Es war eine Woche vor meinem Geburtstag. Irgendeine Freundin hatte vor Monate vorher erzaehlt, dass es da eine Organisation gibt, die sich darum kümmert, dass liebevolle, hübsche, nette, gut erzogene Frauen einen deutschen Mann kennenlernen könnten, wenn sie gewisse Voraussetzungen erfüllen. Das interessierte mich sehr und Tage später liessen meine Feundin und ich nette Fotos schiesssen und füllten einen Fragebogen aus, wer wir sind, wie wir uns eine Beziehung vorstellen, was wir fuer Träume haben und ob wir in einem anderen land leben könnten mit unserem neuen Schatz und auch seine Sprache erlernen wollen.

Das hörte sich alles normal und positiv an. Ich wurde in der Agentur akzeptiert. Ich war froh, wenn sie mir auch sagten, dass die Partnersuche nicht so einfach sei, weil viele, viele, viele Frauen in der Agentur sind, die alle die gleiche Illusion hegen. Wir sollten damit rechnen, dass wir bis zu 2 Jahren warten müssten. Ich bin eine Frau, die immer von Hoffnung zehrte und so liess ich mich davon nicht beunruhigen. Alles kommt so, wie es sein soll. Mit Gottes Hilfe. Das waren immer meine Worte.

Einmal mit einem anständigen, treuen Mann in Deutschland leben und dort eine Familie aufbauen. Dafür kann man warten, dachte ich.

Ich war eine der Frauen in der Agentur, die rasch ihr Liebesglück fanden. Die Agentur meldete sich 3 Monate später. Sie brachte die Fotos von Klaus vorbei, einen langen Fragebogen von ihm, worauf er geantwortet hatte, wir schrieben uns dann hin und her, alles an ihm gefiel mir, die Fotos, seine Art zu schreiben, und er kam wirklich gleich 4 Wochen später.

Fuer mich waren diese 4 Wochen Wartezeit schlimmer als sämtliche Lampenfieber zusammen, die ich bis dahin jemals in Prüfungen oder Referaten auszuhalten hatte:

Wir sind nun 4 Jahre verheiratet, ich erwarte gerade mein 2. Kind. Wir wohnen in einem Vorort von Stuttgart. Ich habe es nie bereut, mich für die Idee zu interessieren, einen Deutschen kennenlernen zu können. Auch wenn es etwas ungewöhnlich ist. Aber alles wurde von Anfang an gut gesteuert. Klaus und ich waren die ersten Tage nur mit dem Betreuerehepaar zusammen, die alles mögliche mit uns unternahm, um zueinander zu finden. Die Athmosphäre war immer harmonisch, wir alle hatten immer gute Laune und das Sprachproblem war bald beseitigt. Klaus war volle 2 Wochen hier und es schlug dermassen bei uns ein, dass wir uns schon 2 Tage vor seinem Abflug verlobten.

2 Monate später landete ich dann in Deutschland. Vorher unterzog ich einen Deutschintensivkurs, und für Klaus war es wie ein kleines Wunder, dass ich in Deutschland dann nur noch deutsch mit ihm, seinen Freunden, seiner Familie und den Nachbarn reden wollte.

Klaus und ich haben nun fast 2 Kinder. Ich könnte mir keine glücklichere Ehe vorstellen. Manchmal bin ich allerdings traurig. Meine Mutter hatte diese Chance nie. Sie hatte 4 Kinder und kannte nur den täglichen Kampf, unsere Teller vollzubekommen. Sie starb vor 2 Jahren. Es war die beste Mutter der Welt. Hätte sie damals nicht befürwortet, dass ich mich in einer Agentur einschreiben kann, ich hätte es niemals getan. Meine Angst war damals sehr gross, mich einfach in ein Fotostudio zu stellen und in einem dicken Fragebogen meine Persönlichkeit darzustellen. Möge es meine Mutter bei Gott gut haben. Ich werde sie wie meinen Mann ewig lieben.

Jessica, damals aus der fernen Karibik und jetzt bei meinem Schatz Klaus